1941: "Kyloe" - 15000 Seemeilen ohne Hafen

"Phantomsegler" nannten die Bewohner der kleinen französischen Fischerorte am Atlantik jene Segelboote, die, in aller Stille ausgerüstet, plötzlich ausliefen, längere Zeit wegblieben und eines Tages wieder im Hafen lagen. Sie waren mit Deutschen bemannt.
Niemand ahnte, daß diese beschlagnahmten französischen Boote und Yachten von Zivilisten geführt wurden, die im Auftrag der deutschen Abwehr und nur pro forma zu Angehörigen der Marine ernannt, Agenten an den entlegensten Küsten der Erde absetzten.
Diesen Dienst verrichtete auch Age Nissen an Bord der französischen KYLOE 1941 zusammen mit seinem Freund und Namensvetter Hein Muck.
Die KYLOE legte bei dieser Fahrt nach Südafrika 15000 Meilen ohne Hafen zurück - damals ein Rekord.
Spätere Berichte über dieses "Geisterschiff Hitlers" stammen aus dem Logbuch, das Age Nissen trotz eines Verbotes geführt hat.

Die Ausgabe vom "Stern" Heft 20, 1953 berichtet über "Agenten nach Afrika" Bild unten rechts: Age Nissen (Mitte)