7 risse aschanti III

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Designer

Willi von Yacht (1870 - 1931)

Willy von Hacht wurde 1870 geboren und entdeckte schon in jungen Jahren seine Leidenschaft und sein Talent für das Konzipieren und Bauen von wettfahrttauglichen Yachten.
Bereits mit 14 Jahren fing Willy von Hacht eine Lehre als Bootsbauer an, welche er vier Jahre später erfolgreich abschloss. Anschließend, ab dem Jahre 1888, reiste er als Geselle durch die Lande und konnte viel praktische Erfahrungen gewinnen. 1895 erfolgte schließlich sein erster Bau einer, nur von ihm designten, Yacht - der Butt. Die kurze, breite und flache Jolle mit 6,70 Meter Länge und 2,70 Meter Breite war mit einem beeindruckenden 34qm großen Segel bestückt. Aufgrund ihrer Erfolge bei Wettfahrten auf Hamburgs Binnen-Alster wurde der Name Willy von Hachts in der Yachtsportszene immer bekannter. Im gleichen Jahr, ebenfalls das Jahr der Eröffnung des Nord- Ostseekanals, öffneten sich die Tore seiner Werft. Im Jahre 1863 wechselte die bisherige Pantelmann Werft den Besitzer und wurde M. von Hacht, dem Großvater Willy von Hachts, übertragen. Zwei Generationen sollte es dauern, bis Willy von Hacht diese übernahm und erfolgreich führte.
Dank seiner damalig jüngsten Siege bei Wettfahrten war von Hacht in der Lage, das Bauen und Reparieren von Arbeitsschiffen des Hamburger Hafens niederzulegen. Ab nun an sollte sein ganzes Talent nur noch dem Designen und dem Bauen privater Boote gewitmet werden.
Nach Butt folgten Bussard und Beowulf. Talentierte Segler wie Friedrich Kirsten ließen zum Beispiel div. Windspiel ( III - XXII) von von Hacht realisieren und Richard C. Krogmann orderte sogar ganze 18 Yachten mit dem Namen Tilly, unter denen die Sieger des Samoa Cups der Jahre 1906,1911 und 1912 sein sollten. Die beiden wohl situierten Segler bestellten in den Folgejahren Yachten für den One-Ton Cup Sonder-Klassen, qm Yachten und 6-Meter Yachten. Die deutschen Sieger des One-Ton Cups der Jahre 1907, 1908, 1909 und 1911 demonstrierten von Hachts Können. Seinen letzten Entwurf realisierte er im Jahre 1918. In der Nachkriegszeit des I. Weltkrieges ließ sich Johnny Kirstens seinen letzten Schärenkreuzer Michl anfertigen, welcher bei deutsch-amerikanischen Wettfahrten 1930 in Kiel und auf der Europawoche in Sandhamn siegen konnte und seinem Schöpfer Ehre erwies. Im April 1931 starb Willy von Hacht mit 61 Jahren. Seitdem wird durch den Bajazzo Preis, genannt nach einem seiner Designs, an den beinahe in Vergessenheit geratenen Bootskonstrukteur und -bauer erinnert.

 

 Quellen / Links:

  • THE ENCYCLOPEDIA OF YACHT DESIGNERS S. 190

 

Lebenslauf:

1870 geboren, Deutschland
1884 Beginn seiner Bootsbauer Lehre
1888 Abschluss der Lehre und Start seiner Reise als Geselle
1895 erster Bau eines eigenen Designs
- sehr erfolgreich bei Wettfahrten
- Eröffnung eigener Werft
- entwirft weitere unzählige sehr erfolgreiche Yachtdesigns
1931 April gestorben

 

Abfrage von von Hacht in unserer „Yacht“-Datenbank:

 

 

Riss von Tilly XIII (L: 11,30m; LWL; 6,02m; B: 2,18m; T; 1,55m)

 

Herr Holms und Herr W. von Hacht an Bord des nationalen 45 qm- Kreuzers Feinsliebchen