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Klassen

Drachen

 

Historisches

Ebenso wie das Starboot oder auch die deutschen Einheitsklassen der dreißiger Jahre entstand das Drachenboot aus dem Wunsch heraus, ein ganz einfaches, billiges Einheitskielboot zur Verfügung zu haben.
Aber während z. B. das Starboot dem Rennsport dienen sollte, wollte man mit dem Drachen ein Boot schaffen, das gleichzeitig auch als Fahrtenboot geeignet war. Ende der zwanziger Jahre gab es in Deutschland wie auch in Skandinavien an internationalen Rennklassen die eleganten, aber auch kostspieligen Schärenklassen und die R-Klassen. Sie bestimmten die Vorstellungen von einer rassigen Rennyacht. Die Konstruktion des Drachenbootes des Norwegers Johann Anker vermied das Extreme dieser beiden Rennyachttypen. 1927 reichte Anker seinen Entwurf beim Königlich Göteburger Segelclub als Wettbewerbsbeitrag ein

Die innerhalb von 10 Jahren erfolgte rasche Ausbreitung dieses offiziell 1929 eingeführten Bootes ist wohl auf die ausgezeichneten Segeleigenschaften auch in rauem Wasser zurückzuführen und auch darauf, dass es sich um ein solide gebautes Boot handelt, das im Vergleich zu anderen int. Klassen nicht kostspielig war, sehr lange seinen Wert behielt, weil es sich um ein Einheitsboot handelt, und das man, nach Einbau von weiteren Einrichtungen, noch als gutes Fahrtenboot verwenden konnte.

Im Jahre 1948 wurde der Drachen von der IYRU als internationale Klasse eingeführt. Im gleichen Jahr war es zum ersten Mal Olympiaboot, was es bis 1972 blieb. Die Klassenvorschriften blieben bis 1950 unverändert, erst in diesem Jahr wurden einige wichtige Änderungen vorgenommen, die die Karriere des Drachen als Fahrtenboot oder weekend cruising boat beendeten – Preis der Wahl zum Olympiaboot. 1961 wurde ein internationaler Drachenverband gegründet.

Während die ersten Drachen noch eine kleine Kajüte besaßen, haben die Drachen nach 1950 nur noch eine Kajütkappe, irgendeine Einrichtung ist verbannt, ein reines Rennboot. Die Bautoleranzen sind beim Drachen relativ gering (etwa im Vergleich zum Starboot). Die einzige Toleranz, die beim Trimm des Drachen eine Rolle spielt, sind die etwa 12 cm, um die der Mast nach vorn oder hinten verschoben werden kann und somit den Revierverhältnissen angepasst werden kann. 1973 wurde GfK als Baumaterial zugelassen, Alumasten sind es seit 1970.

LüA: 8,9m, CWL: 5,71m, B: 1,95m, T: 1,2m, V: 1,7t, Ballast: 1t, Groß: 16qm, Genua: 11,7qm, Spinnacker: 23,6qm, Rennbesatzung: 3 Mann

 

Aktuelle Schiffsliste noch existenter Drachen

 

Register des DSV (1949 ff.)

 

Klassenbestimmungen

 

Fotos und Risse

Foto Yachtbild Kai Greiser

 

Vorgestellt