Elb-H-Jolle

Eine Einheitsklasse des Blankeneser-Segel-Clubs, seit 1935 eine Untergruppe der H-Jollen

 

Zur Geschichte

Die Elb-H-Jolle ist aus der C-Jolle, einer 15 qm Konstruktionsklasse entstanden.
Ein Boot dieser Klasse bewährte sich besonders und wurde daher Vorbild mehrerer Nachbauten. Was lag näher als diesen Typ zu einer Einheitsklasse zu machen, in der auf Regatten nur das seglerische Können und nicht die Bootskonstruktion entscheidet.
Ein Vorzug den wir als Regattasegler heute nicht mehr missen mögen.
Die Bemühungen des BSC, eine DSV- Einheitklasse aus diesen Jollen zu machen, führten zu einem Teilerfolg, aus dem die Elb-H-Jolle entstand:
Der DSV befand, daß eine regionale Klasse wie die Einheits-C-Jollen, die man nun inoffiziell D-Jollen nannte, keine eigene DSV-Klasse werden könne, stellte aber fest, daß die D-Jollen nach geringen Änderungen in die Vermessungsvorschriften der 15 qm Wanderjollen, der H-Jollen, paßten.
So wurden die D-Jollen zu H-Jollen mit Zusatzvorschriften, den Elb-H-Jollen.
Das zusätzliche Regelwerk wird von der Elb-H-Jolleninteressengemeinschaft (HIG), der Versammlung der H-Jolleneigner, bei Bedarf aktualisiert und abgestimmt. Die aktuelle Vorschrift liegt dem DSV vor und ist beim aktuellen Elb-H-Jollenobmann gegen 5,-DM Schutzgebühr erhältlich.
Auf der Elbe gibt es auf Regatten derzeit eine Beteiligung von zehn bis zwanzig Booten, die als Einheitsklasse gestartet werden.
Alljährlich wird die "Bezirksmeisterschaft der 15 qm-Einheits-Elbjollen" ausgesegelt, die aus vier über das Jahr verteilten Regattaserien besteht.

 

Zum Boot

Die Elb-H-Jolle ist ein robustes Boot mit dem man auch bei viel Wind segeln kann. Die Boote werden bei entsprechender Pflege sehr alt: Die "Urmutter" der Elb-H-Jollen ist noch immer auf Regatten anzutreffen.
Durch die durchgehenden Latten im Großsegel besitzt die Elb-H-Jolle gute Leichtwindeigenschaften und die Segel halten wesentlich länger als die vergleichbarer Klassen.
Die Großsegel sind heute meist reffbar und die meisten Boote verfügen über eine Sturmfock, sodaß auch bei sechs oder mehr Windstärken noch gesegelt werden kann.
Neben der traditionellen Bauweise gibt es Elb-H-Jollen auch in formverleimter und GFK-Bauweise.
Heute ziehen wir das Großsegel mit einem Fall in die Gaffel ein, sodaß die Latten im Segel bleiben können und das Segel praktisch genauso schnell wie auf hochgetakelten Booten gesetzt und geborgen werden kann.
Für uns Elb-H-Jollensegler stelllt die H-Jolle die ideale Kombination von sportlichem Tourensegeln und Reattasegeln dar.
Viele Elb-H-Jollen segeln mehrwöchige Sommertouren, sie haben schon mehrfach Seeland umrundet und Neuwerk erreicht.
Peter Hauschildt

 

Aktuelle Schiffsliste noch existenter Elb-H-Jollen

 

Register des DSV (1949 ff.)

noch nicht in die Datenbank aufgenommen

 

Klassenbestimmungen

 

Fotos und Risse