Europa-Dreißiger

Entwurf: Carl Martens

LüA: 10,45m, B: 1,98m, T: 1,29m, Großsegel verm.: 19,48qm, Vorsegeldreieck: 10,52qm, Vermessene Fläche: 30qm, Fock: 10,2qm, Kreuzballon: 14,95qm, Großer Amwindballon: 20,1qm

 

Kommentar von Anton Miglitsch zum Martens-Entwurf eines Europa-Dreißigers

"Läßt sich der von Martens entworfene Europa-Dreißiger hinsichtlich seiner Zweckbestimmung auch nicht mit dem Haiboot vergleichen, so zeigt doch die ganze Anlage dieses Risses das vollendet meisterliche Können des allzu früh Verstorbenen und gibt so eine rechte Vorstellung des Unterschiedes zwischen Können und Nichtkönnen. Dieser Dreißiger ist kurz vor dem Kriege als gemeinsames Klassenboot für europäische Meisterschaften geplant gewesen, wobei innerhalb von ziemlich eng gefaßten Vorschriften die Linienführung frei war. Leider hat der Krieg die Entwicklung unterbrochen, die die Verbreitung einer Klasse versprach, von der alle gehegten Hoffnungen von einem solchen Boot gewiß erfüllt wäre.

Es hat sich bis heute keine Bewegung – wohl auch wegen der Kosten – hierin bemerkbar gemacht. Dieser Dreißiger, eine der letzen Arbeiten von Martens, ist schon vor zwölf Jahren so ausgefeilt gewesen, daß sich auch heute noch an ihm nichts verbessern läßt. Leider sind keine Senten gezeigt, doch läßt der Spantverlauf – der vorbildlicher nicht sein kann – auch den Sentverlauf als einwandfrei erkennen."

Segelriss

Riss